Eala is almost guaranteed to play in the first Grand Slam main draw of her career at Roland Garros.

Der Montag bedeutet in der Tenniswelt: eine neue Weltrangliste. Nach dem zweiten Teil des Sunshine Doubles in Miami hat sich auch diese Woche wieder einiges getan. Noch nach Indian Wells tauchten gleich zwei neue Gesichter in den Top Ten der Damen bzw. Herren auf: die beiden Sieger Mirra Andreeva und Jack Draper.

Neue Gesichter in den Top Ten gibt es nach Miami aber nicht. Denn nur die altbekannten Spielerinnen und Spieler haben für minimale Veränderungen unter den besten zehn Profis gesorgt.

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Bei den Miami Open 2025 scheiterte Daniil Medvedev in seinem ersten Match gegen Jaume Munar. Damit fällt er nun erstmals seit über zwei Jahren aus den Top Ten.

Bei den Miami Open 2025 scheiterte Daniil Medvedev in seinem ersten Match gegen Jaume Munar. Damit fällt er nun erstmals seit über zwei Jahren aus den Top Ten.

Weltrangliste: Medvedev fällt nach zwei Jahren aus den Top 10

Schon in den vergangenen Wochen fiel der Name Daniil Medvedev immer häufiger. Denn er war der einzige Spieler, der seit über einem Jahr zu den besten zehn Profis gehörte, aber nicht ein Endspiel seit Indian Wells 2024 erreichen konnte. Ein Jahr später meldete er sich in Indian Wells zwar wieder in guter Form zurück, scheiterte aber im Halbfinale an Holger Rune. In Miami verlor er schließlich sein erstes Match nach einem Freilos in Runde eins gegen Jaume Munar. Damit fiel der Russe nun erstmals seit Februar 2023 aus den Top Ten und machte Platz für Stefanos Tsitsipas und Alex de Minaur, die um zwei bzw. einen Platz kletterten.

Bei den Damen war es im Gegenzug Emma Navarro, die um einen Platz abstürzte und die Top Ten verließ. Jasmine Paolini, die bis Miami an ihre Vorjahresform noch nicht anknüpfen konnte, blühte im Bundesstaat Florida aber wieder auf und spielte sich bis ins Halbfinale. Die Indian Wells-Sieger Andreeva und Draper verabschiedeten sich unter dessen aber nach ihrem ersten Match im Süden Floridas.

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Die aktuelle Weltrangliste der Herren & Damen

Ranking

Spieler

Veränderung

Punkte

Ranking

Spielerin

Veränderung

Punkte

1

Jannik Sinner

-

10.330

1

Aryna Sabalenka

-

10.541

2

Alexander Zverev

-

7.645

2

Iga Swiatek

-

7.470

3

Carlos Alcaraz

-

6.720

3

Coco Gauff

-

6.063

4

Taylor Fritz

-

5.290

4

Jessica Pegula

-

5.796

5

Novak Djokovic

-

4.510

5

Madison Keys

-

4.949

6

Casper Ruud

-

3.855

6

Jasmine Paolini

+1

4.843

7

Jack Draper

-

3.780

7

Mirra Andreeva

-1

4.775

8

Stefanos Tsitsipas

+2

3.445

8

Qinwen Zheng

+1

4.135

9

Andrey Rublev

-

3.440

9

Paula Badosa

+2

3.821

10

Alex de Minaur

+1

3.335

10

Elena Rybakina

-2

3.808

11

Daniil Medvedev

-3

3.290

11

Emma Navarro

-1

3.749

*Zur vollständigen Weltrangliste geht es hier!*

Mit ihrem 25. WTA-Titel und insgesamt fünften 1000er-Titel im Einzel baute Aryna Sabalenka hingegen ihre Führung vor Iga Swiatek weiter aus. Alexander Zverev und Carlos Alcaraz gelang es unterdessen nicht, Jannik Sinners Vorsprung zu minimieren. Während der Spanier bereits sein erstes Match in Miami verlor, kämpfte sich der Deutsche immerhin bis ins Achtelfinale, unterlag dort aber Arthur Fils. Nach wie vor hat Zverev aber die Chance, Platz eins der Weltrangliste in Sinners Abwesenheit zu übernehmen. Dazu müsste er aber alle folgenden Turniere (Monte Carlo, München sowie Madrid) gewinnen.

Jetzt lesen: Ist Inkonstanz die neue Konstante auf der ATP-Tour?

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Weltrangliste: Die Auf- und Absteiger bei den Herren

Mit einem Plus von 30 Weltranglisten-Plätzen kürte sich der Miami-Sieger Jakub Mensik zum Aufsteiger der Woche. Der Tscheche erreichte in Florida sein erstes ATP-Endspiel überhaupt und bezwang sein großes Kindheits-Idol Novak Djokovic im Finale mit 7:6, 7:6. Damit verwehrte er dem Serben gleichzeitig auch seinen 100. ATP-Titel. „Es ist wahrscheinlich der größte Tag meines Lebens“, sagte der 19-Jährige, nachdem er seine erste ATP-Trophäe überhaupt entgegennahm. Seit Montag zählt Mensik nun erstmals zu den besten 30 Spielern der Welt. Er kletterte von Rang 54 auf Platz 24 im Herren-Ranking.

Einen Sprung um 16 Plätze machte Borna Coric, der gar nicht erst in Indian Wells und Miami an den Start ging. Denn der Kroate kämpfte in den vergangenen Wochen viel mehr auf der Challenger-Tour, wo er gleich drei Turniere in Folge gewann und eine Sieges-Serie von 16 Matches feierte. Erst in der zweiten Runde von Neapel war diese Woche gegen Stan Wawrinka Schluss, der vergangene Woche seinen 40. Geburtstag feierte.

Während Coric nach seiner Siegesserie und langanhaltenden Verletzungsproblemen nun wieder zu den Top 100 zählt, kletterte auch der 40-jährige Schweizer um sieben Plätze und belegt nun Platz 161 im ATP-Ranking.

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Stan Wawrinka beendet in Neapel die Siegesserie von Borna Coric, der 16 ATP-Challenger-Spiele gewonnen hat. 

Anders als im Vorjahr lief es dagegen für Nicolas Jarry und Fabian Marozsan. Ersterer spielte sich noch 2024 bis ins Viertelfinale von Miami, konnte in diesem Jahr aber zu seinem Erstrunden-Match nicht antreten. Dementsprechend verlor er seine hart erkämpften Punkte aus dem Vorjahr und fiel von Rang 47 auf Rang 58 ab.

Für Maozsan, der 2024 ebenfalls das Viertelfinale in Miami erreichte und dabei unter anderem Holger Rune und Alex de Minaur bezwang, kam es noch bitterer. Er scheiterte im ersten Durchgang gegen Gael Monfils in drei Sätzen und musste – genau wie Jarry – alle Punkte aus dem Vorjahr hergeben. Die Konsequenz: ein Fall um 21 Weltranglisten-Plätze auf Position 80.

Nicht ganz so schlimm traf es dagegen den Vorjahresfinalisten Grigor Dimitrov. Denn der Bulgare kämpfte sich trotz einiger Widerstände seines Körpers auch in diesem Jahr bis ins Halbfinale. Dort unterlag er dann gegen seinen guten Freund Djokovic klar in zwei Sätzen. Nachdem der 33-Jährige noch zu Beginn des Jahres bei gleich zwei Turnieren verletzungsbedingt aufgeben musste, dürfte er aber mit seiner diesjährigen Performance durchaus zufrieden sein. Den Sturz um drei Positionen auf Platz 18 dürfte er also verkraften.

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Kann Grigor Dimitrov seine körperlichen Probleme überwinden und ein weiteres Miami Open Finale erreichen? | TC Live

Weltrangliste: Negative Zahlen bei den deutschen Herren

Abgesehen von Alexander Zverev, der weiterhin auf Platz zwei der Weltrangliste steht, gab es in dieser Woche keine Pluspunkte für die deutschen Herren. Jan-Lennard Struff, der in Runde eins von Miami gegen Alejandro Davidovich Fokina ausschied, verbleibt auf nach wie vor unter den Top 50 auf Platz 49.

Daniel Altmaier schied ebenfalls in Runde eins aus, hatte aber wenig Punkte zu verteidigen und büßte deshalb nur einen Platz ein.

Deutlich rapider ging es hingegen für Yannick Hanfmann und Dominik Koepfer nach unten. Hanfmann stand vor einem Jahr in der dritten Runde von Miami, flog 2025 aber bereits in der ersten Quali-Runde raus. Er rutschte also von Platz 113 auf Rang 123 ab.

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Auf dem Weg zurück: Dominik Koepfer wurde in den vergangenen Wochen von einigen Verletzungen aus der Bahn geworfen. Mit einem neuen Coach und mit viel Matchpraxis will er sich nun langsam zurückkämpfen.

Auf dem Weg zurück: Dominik Koepfer wurde in den vergangenen Wochen von einigen Verletzungen aus der Bahn geworfen. Mit einem neuen Coach und mit viel Matchpraxis will er sich nun langsam zurückkämpfen.

Aufgrund von Verletzungsbeschwerden vorwiegend im Knie hat Koepfer mittlerweile seit Februar kein Turnier mehr bestritten. „Das waren keine leichten Wochen für mich“, sagte er im Interview mit Tennis Channel DE. Nachdem er im Vorjahr das Achtelfinale in Miami erreicht hatte, dieses Jahr aber gar nicht erst antreten konnte, stürzte er um 40 Weltranglistenplätze auf Position 187 ab. „Erstmal ist es wichtig, dass ich wirklich gesund und fit bin“, erklärte der 30-Jährige weiter.

Deshalb pausierte er nun während Indian Wells und Miami. Es folgten auch weitere Absagen für das Challenger-Turnier in Neapel sowie die Qualifikation beim 250er-Turnier in Marrakech. Geplant ist für Koepfer aber, dass er in den nächsten Wochen auf der Challenger-Tour wieder einsteigt und Matchpraxis sammelt.

Die deutschen Herren in der Weltrangliste nach Miami:

Alexander Zverev – Platz 2

Jan Lennard Struff – Platz 49

Daniel Altmaier -1 ➡️ Neues Ranking: 83

Yannick Hanfmann -10 ➡️ Neues Ranking: 123

Dominik Koepfer -40 ➡️ Neues Ranking: 187

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Um zwei Plätze nach unten ging es auch für das deutsche Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz. Beide fehlten allerdings in Indian Wells und Miami, da Krawietz zum zweiten Mal Vater wurde. Nach wie vor findet man das Erfolgsdoppel aber unter den Top Ten, genauer gesagt auf den Plätzen acht und neun.

Nach oben ging es hingegen für Constantin Frantzen, der mit seinem neuen Doppelpartner Alexander Erler, den ersten gemeinsamen Challenger-Titel in Neapel feierte. Damit kletterte Frantzen erneut unter die Top 50, auf Platz 48. Auch das deutsche Doppel Jakob Schnaitter und Mark Wallner machten einen Sprung von drei Weltranglisten-Plätzen im Doppel. In Neapel erreichten sie das Halbfinale, wo sie gegen Frantzen/Erler ausschieden. Ihre neue Position: Rang 67.

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Weltrangliste: Die Auf- und Absteiger bei den Damen

Den größten Sprung in der Damen-Weltrangliste machte die Überraschungsspielerin der Miami Open: Alexandra Eala. Die 19-jährige Filipina spielte sich per Wildcard bis ins Halbfinale und schrieb damit für sich und ihre Heimat, die Philippinen, Geschichte. Als Nummer 140 der Weltrangliste bezwang sie gleich drei Grand-Slam-Champions in einem Turnier und wurde gleichzeitig zur ersten Spielerin ihrer Nation, die in die Top 100 einzog. Dort wird sie nämlich seit Montag auf Platz 65 geführt. Ein verdienter Sprung um fantastische 65 Plätze!

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Alexandra Eala reflektiert den größten Sieg ihrer Karriere gegen Iga Swiatek im Viertelfinale der Miami Open

Nachdem Belinda Bencic nach Indian Wells bereits wieder unter die Top 50 geklettert war, gesellte sich nun auch Emma Raducanu erneut zu den besten 50 Spielerinnen der WTA-Tour. Nachdem Raducanu nach ihrem US Open-Sieg im Jahr 2021 einige Probleme hatte, eine konstant gute Form zu erzielen, gewann sie nun erstmals seit Wimbledon 2024 wieder mehr als drei Matches in Folge und zog ins Viertelfinale von Miami ein.

Bergab ging es unterdessen für Danielle Collins. Die Miami-Siegerin aus dem Vorjahr schied 2025 im Achtelfinale aus und verlor deshalb einige Punkte. Die Konsequenz: ein Fall von Platz 15 auf Rang 22. Dennoch freute sich Collins über einen Erfolg in Miami. Denn nachdem sie einen verwahrlosten Hund im Straßengraben gefunden hatte, brachte sie ihn nicht nur ins Krankenhaus, sondern adoptierte den Vierbeiner gleich.

Um sogar 15 Plätze stürzte Victoria Azarenka ab. Vor einem Jahr erreichte die Belarussin noch das Halbfinale in Florida. Nun musste sie aber gegen Karolina Muchova unter Schmerzen und Schreien in der zweiten Runde aufgeben. Ihre neue Weltranglisten-Position seit Montag: Platz 47.

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Weltrangliste: Ein Plus für die deutschen Damen

Etwas positiver als bei den Herren sieht es dagegen bei den deutschen Damen aus. Obwohl die aktuelle deutsche Nummer eins, Eva Lys, in der zweiten Qualifikationsrunde der Miami Open ausschied, kletterte sie um sechs Plätze nach oben auf Rang 70. Eine neue Bestmarke!

Auch Tatjana Maria, die beim Challenger-Turnier in Mexiko an den Start ging, machte mit ihrem Viertelfinaleinzug vier Rankingpositionen gut. Bergab ging es hingegen für Laura Siegemund, Jule Niemeier und Tamara Korpatsch. Wobei letztere längere Zeit aufgrund von Verletzungen pausieren musste.

Siegemund war genau wie Lys im Quali-Finale von Miami gescheitert, erreichte dort aber noch 2024 über die Qualifikation die zweite Runde, weshalb sie einige Punkte verlor.

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Die deutschen Damen in der Weltrangliste nach Miami:

Eva Lys +6 ➡️ Neues Ranking: 70

Tatjana Maria +4 ➡️ Neues Ranking: 82

Laura Siegemund -7 ➡️ Neues Ranking: 88

Jule Niemeier -4 ➡️ Neues Ranking: 118

Ella Seidel bleibt auf Rang 123

Tamara Korpatsch -9 ➡️ Neues Ranking: 185

Punkte aufholen können die deutschen Damen aber ab dem 12. April beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart. Per Wildcard sind dort Lys, Siegemund, Maria und Niemeier im Hauptfeld am Start. Ella Seidel startet in der Qualifikation. Alle Matches aus der Porsche Arena seht ihr live auf Tennis Channel DE.