Draper @Indian Wells 2025

Es hatten wohl die wenigsten damit gerechnet, dass die 17-jährige Mirra Andreeva und der Brite Jack Draper den ersten Teil des Sunshine-Doubles in Indian Wells so dominieren würden. Andreeva hatte zwar erst vor wenigen Wochen ihren ersten 1000er-Titel in Dubai gewonnen, galt neben Aryna Sabalenka, Iga Swiatek und Madison Keys noch immer nicht zu den haushohen Favoritinnen in der kalifornischen Wüste.

Aber genau dieses Überraschungsmoment machte sich die Russin zu Nutze, bezwang Spielerinnen wie Elena Rybakina und Elina Svitolina sowie die Nummer eins und zwei der Weltrangliste (Sabalenka im Endspiel; Swiatek im Halbfinale) und holte sich ihren zweiten 1000er-Titel. Neben knapp 1,1 Millionen Euro Preisgeld erhielt Andreeva auch 1.000 Weltranglisten-Punkte, die ihr einen ordentlichen Schub im Ranking gaben.

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Mirra Andreeva bedankt sich nach ihrem Titelgewinn in Indian Wells 2025 

Denn seit Montag zählt die 17-Jährige nun erstmals zu den besten zehn Spielerinnen der Welt. Doch damit nicht genug: Sie überholte nicht nur Jasmine Paoloni, Elena Rybakina, Qinwen Zheng und Emma Navarro, sondern platzierte sich auch gleich auf Platz sechs – was für eine Leistung!

Paolini und Rybakina mussten dafür im Gegenzug einen kleinen Rückschritt hinnehmen und einen Platz für das Nachwuchstalent freiräumen; beide scheiterten in Indian Wells in Runde drei.

Die Finalgegnerin von Andreeva, Aryna Sabalenka, steht mittlerweile in Woche 30 an der Spitze der Weltrangliste. Mit ihrem Finaleinzug konnte sie ihren Vorsprung von knapp 2.300 Punkten gegenüber Swiatek ausbauen. Da aber sowohl Sabalenka als auch Swiatek 2024 bei den Miami Open recht früh gescheitert sind, könnten sie bei dem vierten 1000er-Turnier der Damen in diesem Jahr beide ordentlich punkten.

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Damen-Weltrangliste: Die Top-Ten nach Indian Wells

Ranking

Spielerin

Punkte

Veränderung im Ranking

1

Aryna Sabalenka

9.606

-

2

Iga Swiatek

7.375

-

3

Coco Gauff

6.063

-

4

Jessica Pegula

5.361

-

5

Madison Keys

5.004

-

6

Mirra Andreeva

4.710

+ 5

7

Jasmine Paolini

4.518

-1

8

Elena Rybakina

4.448

-1

9

Qinwen Zheng

3.985

-1

10

Emma Navarro

3.859

-2

Hier geht's zu vollständigen Damen-Weltrangliste.

Damen-Weltrangliste: Die Auf- und Absteigerinnen der Woche

Zu den Aufsteigerinnen nach Indian Wells zählen in dieser Woche die Schweizerin Belinda Bencic sowie die Britin Sonay Kartal. Bencic, die eine Wildcard beim sogenannten fünften Grand-Slam-Turnier des Jahres erhielt, machte sich diese vollends zu Nutze und schlug Tatjana Maria sowie die beiden gesetzten Spielerinnen Amanda Anisimova und Diana Shnaider. Die persönliche Krönung der Schweizerin: Ein Drei-Satz-Sieg über Coco Gauff in Runde vier. Erst gegen die Australian Open-Siegerin Madison Keys war dann im Viertelfinale Schluss für Bencic. Nichtsdestotrotz: Eine erfolgreiche Woche, die Bencic nur knapp fünf Monate nach ihrem Comeback auf die Tennistour wieder einen Platz in den Top 50 bescherte.

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„Ich habe definitiv nicht damit gerechnet, dass das Comeback so erfolgreich und so früh sein würde“, gestand Bencic in Indian Wells, „aber natürlich werde ich es annehmen.“

„Ich habe definitiv nicht damit gerechnet, dass das Comeback so erfolgreich und so früh sein würde“, gestand Bencic in Indian Wells, „aber natürlich werde ich es annehmen.“

Die 23-jährige Kartal aus Großbritannien absolvierte in der kalifornischen Wüste ebenfalls eine erfolgreiche Woche. Eigentlich war sie bereits in der Qualifikation ausgeschieden, rückte aber als Lucky Loserin ins Hauptfeld und erkämpfte sich dort mit Siegen über Varvara Lepchenko, Beatriz Haddad Maia und Polina Kudermetova einen Platz im Achtelfinale. Dort musste sie sich zwar Sabalenka geschlagen geben, nahm aber reichlich Weltranglisten-Punkte mit nach Hause, die ihr einen Sprung von 20 Plätzen im WTA-Ranking einbrachten. Ihr neuer Bestwert: Rang 63.

Ein kleines Plus verzeichneten auch die deutschen Spielerinnen Eva Lys, Laura Siegemund, Tatjana Maria und Jule Niemeier, die sich um wenige Plätze nach oben verbessern konnten.

Eva Lys +2 ➡️ Neues Ranking: 76

Laura Siegemund +3 ➡️ Neues Ranking: 81

Tatjana Maria +1 ➡️ Neues Ranking: 86

Jule Niemeier +6 ➡️ Neues Ranking: 114

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Abwärts im Ranking ging es dagegen für Marta Kostyuk, die im vergangenen Jahr noch das Halbfinale in Indian Wells erreicht hatte. Ein Jahr später schied sie bereits in Runde drei gegen Qinwen Zheng aus. Die Konsequenz: Ein kleiner Fall von Rang 24 auf Rang 29 im WTA-Ranking.

Noch bitterer sieht es hingegen für Maria Sakkari aus, die derzeit ihrer Form hinterherläuft. Noch vor einem Jahr spielte sie sich bis ins Indian Wells-Endspiel gegen Swiatek. Nach frühen Niederlagen in Melbourne, Linz, Qatar, Dubai und Merida folgte nun erneut ein Zweitrunden-Aus für die Griechin. Damit verlor sie über 600 Weltranglisten-Punkte und purzelte von Platz 29 auf Platz 51 in der Damen-Weltrangliste.

Weniger überraschend kam hingegen Caroline Wozniackis Fall aus den Top 100. Noch 2024 zählten die Turniere in Indian Wells und Miami zu ihrer Comeback-Tour. Doch seit den US Open im August 2024 hat die Dänin nun kein Match mehr bestritten und damit die Punkte aus dem Viertelfinale in Indian Wells 2024 verloren. Sie stürzte um 32 Plätze auf Rang 118.

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Herren-Weltrangliste: Draper mischt die Top-Ten auf

Vermutlich noch weniger als mit Andreevas Sieg in Indian Wells konnte man vorhersehen, dass der Brite Jack Draper das Feld durcheinanderwirbeln würde. Wie talentiert der 23-Jährige ist, stellte er zwar schon mehrfach unter Beweis, jedoch fehlte ihm bislang immer die Konstanz. In der kalifornischen Wüste lief es nun aber rund und der Brite erreichte mit Siegen über unter anderen Joao Fonseca, Taylor Fritz und Ben Shelton ohne Satzverlust das Halbfinale. Dort angekommen gewann er dann ein eher merkwürdiges Match gegen Carlos Alcaraz in drei Sätzen, bevor er am Sonntag noch Holger Rune in einem einstündigen Finale auf seinem Weg zu seinem ersten Masters-Titel ausschaltete.

Genau wie Andreeva erhielt Draper nicht nur 1,1 Millionen Preisgeld, sondern auch 1.000 Zähler im ATP-Ranking. Damit machte er auch sieben Weltranglisten-Plätze gut und verdiente sich erstmals in seiner Karriere einen Platz in den Top-Ten.

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Jack Draper gewinnt seinen ersten ATP-Masters-Titel in Indian Wells 
Herren-Weltrangliste: Die Top-Ten nach Indian Wells

Ranking

Spielerin

Punkte

Veränderung im Ranking

1

Jannik Sinner

9.606

-

2

Alexander Zverev

7.375

-

3

Carlos Alcaraz

6.063

-

4

Taylor Fritz

5.361

-

5

Novak Djokovic

5.004

+ 2

6

Casper Ruud

4.710

- 1

7

Jack Draper

4.518

+ 7

8

Daniil Medvedev

4.448

- 2

9

Andrey Rublev

3.985

- 1

10

Stefanos Tsitsipas

3.859

- 1

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Hier geht’s zur Weltrangliste der Herren.

An der Spitze des Rankings tat sich dagegen nicht viel. Sinner bleibt unverändert an Platz eins, obwohl er derzeit seine Dopingsperre absitzt. Grund dafür ist aber auch, dass Alexander Zverev mit eher durchwachsenen Leistungen in den vergangenen vier Wochen den Abstand zu Sinner nicht wirklich verkleinern kann.

Alexander Zverev: Rang eins erstmal kein Thema mehr

Herren-Weltrangliste: Die Auf- und Absteiger der Woche

Eine neue Bestmarke erreichten unterdessen Arthur Fils, der sich ins Viertelfinale in Indian Wells spielte, mit Platz 18 und Joao Fonseca. Letzterer scheiterte zwar früh in Indian Wells, nutzte aber das Challenger-Turnier in Phoenix, um weitere Spielpraxis zu sammeln. Mit Erfolg: Denn Fonseca kämpfte sich bei seiner ersten Teilnahme im Bundesstaat Arizona gleich zum Titel, sicherte sich 175 Punkte und machte damit einen Sprung um 20 Plätze auf Rang 60 im ATP-Ranking.

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Wie positiv sich Challenger-Turniere auf das Ranking auswirken können, stellten neben Fonseca auch Damir Dzumhur und Alex Kovacevic unter Beweis – die beiden Finalisten beim Challenger-Turnier in Cap Cana, in der Dominikanischen Republik. Im Endspiel setzte sich der US-Amerikaner Kovecevic durch und kassierte damit 175 Weltranglisten-Punkte und eine Verbesserung im ATP-Ranking von 15 Plätzen auf Rang 79. Dzumhur machte 14 Plätze gut und kletterte auf Rang 70.

Auch Tallon Griekspoor näherte sich mit seiner Viertelfinal-Teilnahme in Indian Wells wieder seiner ursprünglichen Bestmarke an. Bereits 2023 stand er auf Platz 21 in der Herren-Weltrangliste. Nun kletterte er neun Plätze nach oben, sodass er wieder zu den besten 35 Spielern der Welt zählt.

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2024 bezwang Lucky Loser Luca Nardi in Indian Wells unter anderem Novak Djokovic. In diesem Jahr schied er in Runde eins aus und fiel deshalb im Ranking ab.

2024 bezwang Lucky Loser Luca Nardi in Indian Wells unter anderem Novak Djokovic. In diesem Jahr schied er in Runde eins aus und fiel deshalb im Ranking ab.

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Bergab ging es hingegen für Luca Nardi, der im vergangenen Jahr noch als Lucky Loser das Publikum in Indian Wells verzückte und ins Achtelfinale einzog. Diesmal scheiterte er bereits in Runde eins und stürzte deshalb um 17 Plätze auf Rang 84 ab.

Auch die deutschen Profis konnten in den vergangenen zwei Woche keine Punkte gutmachen. Struff scheiterte in Runde eins in Indian Wells und verlor sein Auftaktmatch in Phoenix gegen den späteren Sieger Fonseca. Altmaier erreichte zwar in Cap Cana das Viertelfinale, konnte aber nicht ausreichend Punkte sammeln, um seine Weltranglisten-Position auszubauen.

HOTSHOT: Struff mit starkem Passierball vs. Fonseca in Phoenix

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Jan-Lennard Struff -3 ➡️ Neues Ranking: 49

Daniel Altmaier -4 ➡️ Neues Ranking: 82

Yannick Hanfmann -3 ➡️ Neues Ranking: 113

Dominik Koepfer -2 ➡️ Neues Ranking: 147

Weitere Chancen haben die DTB-Stars aber nun bei den Miami Open. Die Qualifikation war bereits am Sonntagabend gestartet. Die ersten Hauptfeld-Partien gehen ab Dienstag, den 18. März, los.

Alle Infos rund um die Miami Open inkl. Preisgeld, Punkte, Absagen & Wildcards findet ihr hier.