Eva Lys schlägt 2024 bei den ECE Ladies Hamburg Open auf.

Eva Lys befindet sich im Moment in einer seltsamen Situation. Seit Anfang des Jahres hat sich die Hamburgerin fest unter den Top 100 der WTA etabliert, spielt das wahrscheinlich beste Tennis ihres Lebens. Sie ist die aktuelle deutsche Nummer eins und steht mit Position 76 so gut im Ranking wie noch nie zuvor. Trotzdem muss sie gerade dauerhaft darum bangen, ob sie den Cut für das Hauptfeld der WTA-1000-Turniere schafft oder nicht. Zuletzt musste sie in Indian Wells und Miami in der Qualifikation ran – bei den BNP Paribas Open rutschte sie immerhin als Lucky Loser ins Hauptfeld nach.

Bei den Mutua Madrid Open (21. April bis 4. Mai) wiederholt sich die Geschichte: Erneut muss sie darauf hoffen, dass eine andere Spielerin absagt, um selbst einen Platz im Hauptturnier zu ergattern – den direkten Sprung ins Hauptfeld hat sie denkbar knapp verpasst.

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Ginge es rein nach der aktuellen Position im Ranking, wäre Lys eigentlich direkt qualifiziert: Ohne Wildcards und Qualifikantinnen stehen 76 Spielerinnen direkt im Hauptfeld des WTA-1000-Events – und Lys steht aktuell genau auf Weltranglistenplatz 76. Wären da nicht die vier Spielerinnen, die für Madrid ein Special Ranking wegen einer langwierigen Verletzung oder Schwangerschaft nutzen können: Petra Kvitova, Sorana Cirstea, Bianca Andreescu und Anastasija Sevastova.

Wieder einmal muss Lys also warten und auf einige Absagen hoffen – oder eben in der Qualifikation starten.

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Immerhin: Die Erfahrung zeigt, dass äußerst selten nicht doch noch einige Spielerinnen verletzungsbedingt Turniere kurz vor knapp absagen. Für diesen Fall steht Lys wegen ihrer Weltranglistenposition auf Platz vier der Nachrückerinnen-Liste – eine aussichtsreiche Position also, die für Lys Anlass zur Hoffnung sein sollte.

Deutsche Spieler im Herren-Einzel bei den Mutua Madrid Open

Deutsche Tennisfans können sich aber darauf freuen, dass im Herren-Hauptfeld in jedem Fall zwei deutsche Spieler vertreten sind: Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff. Die deutsche Nummer eins Zverev geht aller Voraussicht nach auch an Setzlistenposition Nummer eins in das Turnier – die Mutua Madrid Open sind das letzte Turnier, bei dem die Sperre des Weltranglistenersten Jannik Sinner greift.

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Für Daniel Altmaier gilt derweil eine ähnlich ungewisse, aber hoffnungsvolle Situation wie für Lys: Im Männer-Hauptfeld ist Christopher O'Connell der letzte Spieler, der über seine Platzierung in der Weltrangliste direkt mit dabei ist. Altmaier steht im Ranking vier Plätze hinter O’Connell auf Platz 82 und damit dementsprechend auch auf Position vier in der Nachrücker-Liste.

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