Dominik Koepfer: „Ich muss mir ein bisschen Zeit geben!“
Du bist jetzt im Ranking abgefallen. Wie groß ist der Druck für dich, wenn du auf die Weltrangliste schaust?
Schon vor Indian Wells habe ich gedacht, dass es gut wäre, mal wieder Punkte zu machen. Im vergangenen Jahr konnte ich nur Punkte sammeln bis Miami, weil ich danach wieder verletzt war. Auf Rasen bin ich mit dem Knöchel umgeknickt, dann habe ich mir wieder die Sehne angerissen, dann kam der Ellenbogen. Für mich bedeutet das: Ab nächster Woche sind gefühlt alle Punkte weg. Dann stehe ich wieder auf Platz 200.
Das nervt mich, weil ich weiß, dass ich mich wieder durch die Challenger spielen muss. Aber mittlerweile habe ich es akzeptiert. Ich habe es oft geschafft, mich wieder hochzuspielen.
Erstmal ist es wichtig, dass ich wirklich gesund und fit bin. 70 oder 80 Prozent reichen meistens nicht. Da kann man sich durch zwei Matches kämpfen, aber keine Turniere gewinnen. Wenn ich jetzt gesund werde, dann kommt das Tennis von alleine. Ich muss mir ein bisschen Zeit geben und dann ist das Ranking hoffentlich am Ende des Jahres wieder da, wo ich es haben will.
Wo willst du das Ranking haben?
Das erste Ziel sind die Top 100. Wenn ich gegen Ende des Jahres wieder in den Top 60 stehe, wäre es ein gutes Jahr gewesen. So, wie es die letzten acht Monate seit Olympia gelaufen ist, ist es nicht so leicht: keine Turniere zu spielen, keine Matches zu haben, keine Match-Fitness, gefühlt jeden Tag Krafttraining. Das ist eine andere Belastung, als Matches zu spielen.