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Seit knapp zwei Monaten treten der deutsche Constantin Frantzen und sein guter Kumpel Alexander Erler gemeinsam auf der Doppeltour an. 16 Matches bei acht Turnieren bestritt das deutsch-österreichische Doppel seither. Beim 125er-Challenger-Turnier in Neapel feierten sie nun am Sonntag ihren bislang größten gemeinsamen Erfolg.

Ohne Satzverlust spielten sie sich ins Endspiel. Auf ihrem Weg dorthin bezwangen sie auch das deutsche Duo Jakob Schnaitter/Mark Wallner mit 7:6, 6:3. Im Endspiel folgte dann der entscheidende Sieg über die beiden Franzosen Albano Olivetti und Geoffrey Blancaneaux. Nach einer Stunde und 13 Minuten Spielzeit und einem Endstand von 6:4, 6:4 verließen Frantzen und Erler den Court als Sieger.

„Es ist natürlich sehr schön, dass wir unseren ersten gemeinsamen Titel gewonnen haben. Dass wir das auch noch ohne Satzverlust geschafft haben, ist umso besser“, sagte Frantzen gegenüber Tennis Channel DE. „Wir haben die letzten Wochen sehr viel und sehr hart trainiert. Uns war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es ‚klick‘ macht.“

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Dabei wurde das deutsch-österreichische Duo bei den ersten gemeinsamen Turnieren in Lateinamerika in diesem Jahr zeitweise aus der Bahn geworfen, wie Frantzen berichtet. „Wir hatten ein paar Setbacks auf unserem Trip wie in Buenos Aires, wo ich eine Lebensmittelvergiftung bekommen habe. In Acapulco lagen wir beide mit einem Virus im Bett und konnten zum Halbfinale gar nicht mehr antreten“, so der 27-Jährige.

Nach den kurzzeitigen Rückschlägen war das 125er-Turnier in Neapel deshalb ein gerngesehener Erfolg. „Deswegen war es schön, dass wir diese Woche den Pokal mit nach Hause nehmen konnten“, kommentierte der Düsseldorfer.

Mit seinem ehemaligen Doppelpartner Hendrik Jebens hatte Frantzen seit März 2023 bereits sieben Challenger-Titel gewonnen sowie drei Endspiele bei Events der 250er-Kategorie erreicht. Auch Erler war in der Vergangenheit im Doppel sehr erfolgreich. Gemeinsam mit seinem Landsmann Lucas Miedler holte er sieben ATP-Titel im Doppel, darunter drei Trophäen in Kitzbühel sowie zwei Erfolge in Wien. Der Sieg in Neapel mit Frantzen ist sein elfter Challenger-Titel insgesamt.

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Constantin Frantzen: "Wir wollen nicht nur mitspielen!"

Auch wenn sich das Duo Frantzen und Erler nun wieder neu zusammengefunden hat, ist der Erfolg in Neapel nicht ihr erster gemeinsamer Titel. Denn bereits in der Vergangenheit standen beide gemeinsam auf dem Platz. 2015 gewann Frantzen seinen ersten ITF-Titel überhaupt an der Seite von niemand Geringerem als Alexander Erler. Damals trafen Frantzen/Erler, die gerade mal 16 bzw. 17 Jahre alt waren, beim ITF-Turnier in Ismaning im Endspiel auf Kevin Krawietz und Tim Sandkaulen und besiegten sie in drei Sätzen.

„Alex und ich kennen uns schon, seitdem wir 13/14 Jahre alt sind“, erzählte Frantzen. „Wir haben uns auf dem Tennisinternat in Oberhaching (TennisBase) kennengelernt und haben dort dann auch mit 16/17 Jahren unseren ersten gemeinsamen ITF-Future-Titel geholt.“

Seit Februar 2025 spielen Frantzen und Erler nun auch auf der Profi-Tour gemeinsam Doppel. „Es hat also schon eine gewisse Basis gegeben und dann hatten wir zwei gute Gespräche, was unsere Vorstellungen und Ziele sind – und dann ging alles recht schnell“, beschrieb er den Entschluss der Zusammenarbeit.

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Mit dem ersten gemeinsamen Challenger-Titel im Gepäck sowie einer Portion Selbstvertrauen geht es für das Duo nun beim ATP-250-Turnier in Marrakech weiter. Im Anschluss spielen sie beim 500er-Turnier in Barcelona. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass wir weiter in den Rankings nach oben kommen und um die großen Titel nicht nur mitspielen, sondern dort auch erfolgreich spielen.“

Mit dem Erfolg in Neapel kletterte Frantzen wieder unter die Top 50 der Doppel-Weltrangliste. Damit ist er nur noch drei Plätze von seiner bisherigen Bestmarke auf Platz 45 im August 2024 entfernt. Auch Erler machte mit dem Neapel-Titel einen Sprung von vier Weltranglisten-Plätzen und steht nun drei Plätze vor seinem Partner auf Position 42.