Indian Wells Tennis

Kurz vor seinem Start beim zweiten Masters-Turnier des Jahres in Miami stellte der Weltranglisten-Dritte Carlos Alcaraz in einer Pressekonferenz klar, dass er von der Klage gegen die Spielerorganisationen nichts wusste.

Am Dienstag, den 18. März 2025, gab die PTPA – eine von Spielern gegründete Organisation – bekannt, dass sie eine Klage gegen ein „Kartell“ von Tennisverbänden eingereicht hatte. Beschuldigt wurden die ATP, WTA, ITF und die ITIA, ein „korruptes, illegales und missbräuchliches System“ zu betreiben.

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Carlos Alcaraz über PTPA-Klage: "Mir hat niemand etwas davon erzählt!"

Angeblich seien über 250 Spielerinnen und Spieler in diese Klage involviert. Wie sich nun aber herausstellte, scheint der vierfache Grand-Slam-Champion Carlos Alcaraz nichts von all dem gewusst zu haben.

„Ehrlicherweise war es für mich überraschend, denn mir hat niemand etwas davon erzählt“, sagte er am Mittwoch vor seinem Start bei den Miami Open in einer Pressekonferenz. Er führte weiter aus: „Gestern habe ich in den Sozialen Medien gesehen, dass es Aussagen über etwas gab, dass ich in einer Pressekonferenz etwas gesagt hatte. Davon wusste ich nichts.“

Was er meint: In der Klage gegen die Spielerorganisationen, die über 150 Seiten umfasst, fällt Alcaraz‘ Name in Bezug auf Kritik am Turnierkalender. Auf Seite 71 des PTPA-Schreibens steht: „Carlos Alcaraz kritisierte den Zeitplan der Tour und sagte, dass die Beklagten des Dachverbands „die Spieler auf irgendeine Weise umbringen werden.“

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Carlos Alcaraz über den Turnierkalender

Das ursprüngliche Zitat von Alcaraz, auf das die PTPA anspielt, stammt von einer Pressekonferenz beim Laver Cup im September 2024 in Berlin:

„Viele Spieler (wollen) viel spielen – oder sogar noch mehr. Viele Spieler sind der Meinung: Okay, es ist ein guter Kalender. Und viele Spieler (sagen), dass es wirklich eng ist und dass es viele Turniere über das ganze Jahr hinweg gibt“, so Alcaraz in Berlin. „Ich gehöre zu den Spielern, die der Meinung sind, dass es viele Turniere während des Jahres gibt, Pflichtturniere, und wahrscheinlich werden es in den nächsten Jahren noch mehr Turniere sein, mehr Pflichtturniere. Ich meine, wahrscheinlich werden sie uns auf irgendeine Weise umbringen.“

Was auffällt: Als Alcaraz diese Aussage tätigt, umspielt ein kurzes Schmunzeln seine Lippen.

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Deshalb betonte Alcaraz nun in Miami deutlich, dass er nicht hinter der Klage der PTPA stehe, auch wenn er einige der aufgeführten Punkte als zutreffend empfindet:

Ganz ehrlich: Ich unterstütze diesen Brief nicht. Ich unterstütze ihn nicht, weil ich nichts davon wusste. Es gibt einige Dinge, denen ich zustimme, und einige andere, denen ich nicht zustimme. Mein Hauptpunkt ist aber, dass ich das nicht unterstütze.

Auch die angeklagten Parteien, also die ATP, WTA und ITF äußerten sich zu den Vorwürfen und wiesen diese „entschieden zurück“ (ATP) bzw. „werden ihre Position zu gegebener Zeit energisch verteidigen“ (WTA).

Für Alcaraz steht nun aber erstmal der Tennissport im Fokus. Er startet am Freitag, den 20. März, nach einem Freilos in die Miami Open 2025. Dort trifft er in seiner ersten Partie auf den Belgier David Goffin.