Alcaraz has now won 13 of 15 matches to open his 2025 season.

Carlos Alcaraz kann sich nach dem Match das Lächeln nicht verkneifen: „Sie haben mir sehr geholfen, weil ich sie den ganzen ersten Satz über gesehen und gelacht habe. Und ich sage immer: Wenn ich lache, wenn ich Spaß habe auf dem Court, dann zeige ich gutes Tennis.“ Wen der Spanier meint? Eine Gruppe von verrückten Fans, die ihn beim Drittrunden-Match gegen Denis Shapovalov in Bienen-Kostümen von den Rängen aus anfeuerte.

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Alcaraz kann den Bienen in Kalifornien also einfach nicht entkommen. Im vergangenen Jahr hatte ein – damals echter – Bienenschwarm für eine Unterbrechung im Viertelfinal-Duell mit Alexander Zverev gesorgt. Erst, als ein Imker sich der Sache angenommen hatte, konnte die Partie fortgesetzt werden. Auch bei Alcaraz‘ damaligen Gegner Alexander Zverev hat sich die Geschichte ins Gedächtnis eingebrannt:

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Rückblick: Zverev über die Bienen-Attacke 2024 in Indian Wells

Nun also die Rückkehr der Bienen von Indian Wells: „Es war ein lustiger Moment“, sagte Alcaraz im Anschluss an den souveränen 6:2, 6:4-Sieg gegen Shapovalov. Im zweiten Aufschlagspiel der Partie habe er die Gruppe auf dem großen Screen über dem Stadion gesehen und sie dann auch selbst im Publikum entdeckt. „Am Ende habe ich auch ein Selfie mit ihnen gemacht, weil ich glaube, dass sie es sich verdient haben.“

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In der Runde zuvor gegen Quentin Halys hatte Alcaraz beim Münzwurf bereits den Imker aus dem letzten Jahr, Lance Davis, wiedergetroffen. Schon da ging ein Nutzer auf X (ehemals Twitter) sogar so weit, ein KI-generiertes Bild von Alcaraz als Superhelden zu erstellen und ihn kurzerhand „Bee-Man“, also "Bienen-Mann", zu taufen.

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Werden die "Bee Boys" die "Carota Boys 2.0"?

Ob der „Bienenschwarm“ auf den Tribünen von Indian Wells der Anfang eines neuen, besonderen Fan-Kultes war? Der Weltranglistenerste Jannik Sinner kennt sich schon mit ungewöhnlichen Fangruppen in Verkleidungen aus: Seit dem Masters-Turnier 2023 in Rom feuern den Italiener immer wieder Fans in Karottenkostümen an. Die sogenannten „Carota Boys“ haben es mittlerweile selbst zu beeindruckender Bekanntheit gebracht. Auf Instagram folgen ihnen 162.000 Menschen, auf ihrer eigenen Webseite verkaufen sie Merch wie T-Shirts, Kappen, Anglerhüte oder Tassen in orangenem Möhren-Look. Sogar ein Buch über ihre Geschichte haben sie mittlerweile veröffentlicht.

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Die „Carota Boys“ haben den Weg geebnet. Es bleibt abzuwarten, ob die „Bee Boys“ von Alcaraz ihnen nacheifern werden. Am Mittwoch haben sie die nächste Möglichkeit, den Spanier in Indian Wells zu unterstützen. Im Achtelfinale der BNP Paribas Open trifft Alcaraz dann auf Grigor Dimitrov, der in einem packenden Drei-Satz-Krimi (7:6, 4:6, 7:6) den Dauerbrenner Gael Monfils aus dem Turnier gekegelt hat. Alcaraz steht im anstehenden Match gegen den Bulgaren vor der Möglichkeit, seinen 15. Sieg in Serie unter der kalifornischen Sonne zu holen.