Das, was sich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten auf der Herren-Tour angedeutet hatte, setzte sich nun auch beim Masters-1000-Turnier in Miami fort. Denn wirkliche Tennisgrößen, die es überall zu schlagen gilt, die nur so vor Dominanz und Selbstbewusstsein strotzen, scheint es aktuell nicht zu geben.
Ein kleiner Zeitsprung: Noch vor einigen Jahren waren es Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic, die die Herren-Tour nur so beherrschten. Beispielsweise das Jahr 2012: Damals holte Djokovic den Titel bei den Australian Open mit einem Sieg über Rafael Nadal im Endspiel. Nachdem Federer in Rotterdam, Dubai und Indian Wells erfolgreich war, folgte der zweite Saisontitel für Djokovic in Miami. Nadal dominierte dann die Sandplatzsaison mit Siegen in Monte-Carlo, Barcelona, Rom und in Roland Garros. Federer glänzte dann erneut in Wimbledon sowie in Cincinnati, während Djokovic in Toronto erfolgreich war. Der Einzige, der den Big 3 die Stirn bot, war Andy Murray. Der Schotte schnappte sich nämlich mit einem Fünfsatz-Sieg über Djokovic den Titel bei den US Open.