Alexander Zverev @Indian Wells 2025

Indian Wells sollte ein Befreiungsschlag für Alexander Zverev werden: Nach der Hölle, die der Südamerika-Swing mit gleich zwei Lebensmittelvergiftungen und drei Niederlagen in sieben Matches für den Hamburger bedeutete, waren die Hoffnungen im „Tennis Paradise“ der BNP Paribas Open groß – sie währten aber nicht lange: Gegen das facettenreiche Spiel des Niederländers Tallon Griekspoor endete Zverevs Reise schon in seinem ersten Match in Kalifornien (6:4, 6:7, 6:7).

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Was Zverev Positives aus der Partie mitnehmen kann: Sein Kampfeswille scheint ungebrochen. Nach gewonnenem erstem Satz lag der Deutsche im zweiten Satz schon früh ein Break hinten und musste der Führung Griekspoors lange hinterherlaufen. Als es am Ende des Durchgangs darauf ankam, kämpfte er sich aber zurück und forcierte immerhin noch einen Tiebreak. Auch im entscheidenden dritten Satz lag Zverev zurück, Griekspoor schlug beim Stand von 5:6 aus Sicht des Deutschen zum Matchgewinn auf. Zverev gab sich aber nicht auf und wehrte ganze fünf Matchbälle ab. Im Tiebreak behielt jedoch abermals der Niederländer die Oberhand und konnte das Spiel für sich entscheiden.

Alexander Zverev zwischen Enttäuschung und Selbstkritik

Nach der Partie zeigte sich die deutsche Nummer eins sehr ehrlich und selbstkritisch: „Ich spiele im Moment einfach kein gutes Tennis, so einfach ist das. Mein Level ist nicht ansatzweise so hoch, wie es in Australien war. Ich bin einfach enttäuscht von meinem Spiel.“

Dabei sieht Zverev nicht nur eine Baustelle in seinem Spiel: „Es ist ein bisschen von allem. Ich schlage ziemlich schlecht auf in den letzten Wochen. Mein zweiter Aufschlag ist okay, aber mein erster Aufschlag ist grauenhaft.“ Die enttäuschenden Leistungen würden aber nicht nur am Aufschlag liegen, so Zverev. Es sei ein bisschen was von allem. Auch von der Grundlinie fühlt sich der Deutsche, der dort ansonsten so unzerstörbar ist wie kaum ein Zweiter auf der Tour, aktuell nicht wohl.

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Der Weg aus der Krise? Genauso simpel wie knifflig zugleich. „Ich trainiere viel. Ich habe das Finale der Australien Open gespielt und danach angefangen, weniger zu trainieren. Ich arbeite weiter, aber im Moment macht es nicht ‚Klick‘. Ich muss einen Weg finden, damit das passiert.“

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Zverev über Nummer eins: "Muss erst mein Spiel finden"

In der Abwesenheit von Jannik Sinner mit Carlos Alcaraz um die Spitze der Weltrangliste zu kämpfen, ist für Zverev dabei erstmal kein Thema mehr. „Am Anfang war der Gedanke in meinem Kopf. Jetzt weniger, weil ich einfach grauenhaft spiele. Ich muss erstmal mein Spiel finden, bevor ich darüber nachdenke.“

Um Nummer eins der Welt zu werden, musst du Turniere gewinnen. Im Moment komme ich nicht über die erste, zweite Runde hinaus.

In der kommenden Woche kann Zverev dafür direkt den nächsten Versuch starten. Beim Masters-1000 in Miami geht der Deutsche erneut als Topgesetzter ins Turnier.